Hallo ihr Lieben!
Ich heiße Tanja und bin 18 Jahre alt. Ich komme aus der wunderschönen Domstadt Regensburg. Diesen Sommer habe ich mir mein erstes eigenes Pferd gekauft: Campari. Eine 5 Jahre alte, Englische Vollblutstute.
Eigentlich war das ganze ja gar nicht geplant. Also reisen wir mal zurück zum Anfang August.
Ab und an fahre ich in ein kleines Kaff in einen winzigen Stall. Ich kenne den Stallbesitzer schon seit Jahren und da ja Sommerferien sind kann ich jetzt auch mal unter der Woche fahren.
Angekommen unterhalten wir uns uns lachen, da erzählt er mir, die süße Fuchsstute die auf der oberen Koppel steht soll schnellstmöglich verkauft werden muss und wenn sich kein Käufer findet, dann kommt sie zum Schlachter.
Kurzerhand hab ich die Kleine (naja, sie is nur nen Centimeter kleiner als ich) mal von der Koppel geholt und sie geputzt. Sie war n bisschen scheu und n bissel Mager. Fast keine Muskeln und ihre Hufe waren in kathastrophalem Zustand, trotzdem war sie richtig lieb und aufgeweckt. Da kam ich ins grübeln. Hab gefragt wie viel sie kostet. 450 Euro. Nicht viel, ein späteres Gespräch mit dem Besitzer ergab dann dass er eigentlich 1.000 € haben will, auch nicht viel, naja für ne Schülerin schon.
Also komm ich Heim und erzähl das ganze meinen Eltern. Ich habe beschlossen sie zu kaufen. Kein Pferd hat das verdient, aber allen voran nicht so ein junges aufgewecktes. Also beschlossene Sache hab ich am nächsten Tag mit dem Besitzer telefoniert. Ich dachte mir, versuch mal noch was auszuhandeln. Die wollten sie so dringen loshaben, dass ich sie sogar für 500 € bekam. Also ausgemacht war dann, Samstag den 8. August treffen wir uns und handeln alles aus.
Samstag 8. August
Die lange Nachtschicht ist endlich vorbei. Ich bin ehrenamtliche Sanitäterin und hab die ganze Nacht auf einem Festival verbracht. Fix und fertig steige ich also noch in Arbeitskleidung in mein Auto fahre Heim und hole meine Mutter ab (ich wusste dass ich es wahrscheinlich noch in den Stall schaffen würde, aber nach Hause wollte ich es dann doch nicht riskieren). Um halb 11 waren wir dann im Stall ( ja die Schicht dauerte bis 8 und um halb 10 war ich dann daheim... brauchte aber noch frühstück) und wartete. Die Besitzer kamen.
Campari, kam ursprünglich aus Ungarn. Sie ist schon Rennen gelaufen. Was heißt das? Anscheinend keine tolle Vergangenheit, würde zumindest erklären warum sie Menschen gegenüber eher skeptisch war, wenn sie sie nicht kannte. Kam dann ungefähr vor einem Jahr nach Deutschland zu einem Jungen in der Nähe, der mit einem Jungpferd nichts anfangen konnte. Da haben die beiden sie gekauft. Und jetzt also ich. Also nach einem kurzen Gespräch wurde der Kaufvertrag unterschrieben und ich bekam den Equidenpass. Alles war im Kasten. Die Maus gehörte jetzt mir. An feiern war allerdings nicht zu denken, denn ich war hundemüde und meine nächste Schicht begann ja schon um viertel Nach drei (was ich dann übrigens verschlafen habe und von meiner Chefin geweckt wurde, die mit einer Kollegin schon in der Fahrzeughalle wartete :D)
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| Das erste Bild nach dem Kauf |
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| Ein paar Tage nach dem Kauf |
Ab jetzt hieß es sie langsam davon zu überzeugen, dass ich ihr nichts tu, was mir schnell gelang, mit dem vielen leckeren Zusatzfutter dass sie bekam. Etwas für die Hufe, fürs Fell und den Stoffwechsel und gaaaaaaannnnnnzzzzz viele Karotten und Äpfel. Und natürlich Leckerlies.
Nach ein paar Tagen wollten wir spazieren gehen, aber dann hab ich sie lieber mal auf unseren Platz gebracht und dort angekommen, hat sie mir erst mal den Strick aus der Hand gerissen und ist über den Platz gallopiert. Irgendwann (nachdem sie sich dann auch mal unfreiwillig hingelegt hat) ging ihr die Kondition aus (also nach ca. 5 Minuten) . Ich konnte sie wieder holen. Total nassgeschwitzt (sie vor Anstrengung, ich aus Angst dass sie sich war bricht) gingen wir zurück in den Stall, es gab essen und dann war Ruhe.
Also gings am nächsten Tag zu Krämer, einen Longiergurt und eine Longe kaufen, sowie noch mehr diverses Zeugs dass wir brauchten, denn ich hatte nur ein Halfter und einmal Zaumzeug mitbekommen, mehr hatte die Kleine nicht. Von da an hatte ich mir das Ziel gesetzt sie täglich zu longieren (hieß also jeden Tag entweder seeeeeehr früh aufstehen oder erst Abends arbeiten). Hat auch super geklappt. Bis zum Unfall.
Was da genau passiert ist und wies weitergegangen ist, könnt ihr im 2. Teil lesen :D
Vielen Dank jedenfalls dass ihr das lest :D



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