Über uns

Hallo Zusammen! Ich heiße Tanja und möchte euch hier auf dem Blog Camparis und meine Geschichte erzählen und mit euch unseren gemeinsamen Weg gehen.
Nur um das klarzustellen! Ich bin keine Pferdeexpertin sondern einfach eine Pferdebesitzerin die ihr Pferdi gaaaaaanz doll lieb hat! Ich freu mich immer über Kommentare, solange sie gute Kritik und Vorschläge enthalten :D

Sonntag, 20. Dezember 2015

Sonntag 20.12.2015


Hey Hey!

Na, weihnachtets bei euch auch schon sehr? Ne? Bei uns auch nicht. Hatten diese Woche stellenweise 15(!!!!!) Grad. Im Winter. Kurz vor Weihnachten. Oh man...  Das merkt man auch bei manchen Pferden im Stall. Die sind schon total kaputt, oder haben husten. Nicht schön.

Campas und meine Woche war auch super. Wir haben richtig schön zusammen in der Halle gearbeitet. Longieren ging super, auch nach ein bisschen rumzicken ist sie dann toll gelaufen. Ich glaub bald können wir dann wieder damit anfangen jemanden in den Sattel zu setzten. Ich würds ja gerne selber machen, aber leider geht das ja noch nicht. 

Die Woche war für mich aber auch sehr anstrengend, deshalb stand sie leider 2 Tage. Ich hab sie nur rausgeholt zum putzen. Aber jetzt ist es offiziell: Spray ist nicht so schlimm wie sie dachte!!! Sie beäugt die Flasche zwar noch, aber ansonsten ist jetzt alles in Ordung :D

Samstag, wollte ich sie dann nicht longieren, der Abwechslung halber. Also hab ich in die Halle einfach zwei Stangen und eine Plane gelegt. Sie sollte erst mal über die Stangen (und zwar mit allen 4 Hax'n!). Jedes mal wenn es um die Kurve bei den Stangen ging, hat sie die große blaue Plane gesehen. So ein bisschen ranschnüffeln war da schon ganz okay. Auch rangehen konnten wir ohne Probleme, aber als sich ihr komisches Menschlein da draufgestellt hat und es komische Raschelgeräusche gab, bekam sie dann doch ein wenig Angst. Also erst mal wieder Beruhigen und Loben, dass sie wieder an die Plane gekommen ist. Danach gings nochmal an die Stangen. 
Als wir das zweite Mal an der Plane standen, wars ganz Okay das ich da drauf rumgetrampelt bin und es diese Raschelgeräusche gab. Sie kam immer noch nicht Nahe genug ran, aber das ist ja in Ordnung. Mein mutiges Pferdi!

Heute hatten wir dann unsere Weihnachtsfeier im Stall. Eigentlich wollte ich mir Campa ja wieder in die Halle, aber dann kam Corinna (sie hat auch eine Stute, Santana, ein Hollsteiner-Pinto-Hanoveraner(?)-Mix). Sie meinte sie geht spazieren und ihr Freund reitet. Die kleine Runde, also ungefähr eine halbe Stunde an der Kuhweide vorbei, am Waldrand entlang und dann durchs Dorf wieder zurück. Also hab ich mich spontan dazu entschlossen ja zu sagen. Ich war mir ein bisschen unsicher, weil das ja unser erster gemeinsame, lange Spaziergang war. Aber es war toll. Mich hat es ungemein ermutigt, dass noch andere dabei waren, die immer gefragt haben ob es noch geht ("Uff, ja. Wenn sie nicht dauernd fressen würde...!!!") Daran müssen wir noch arbeiten. Morgen werd ich erst mal Muskelkater haben, aber das war es wert. Die Kühe waren nicht da, aber sie ist stehengeblieben und hat sich neugierig umgesehen. Und wenn ich gesagt hab stehen bleiben, dann ist dass auch nach ein bisschen rumdrücken ("Muss dass sein? Ich will weitergehen!") Auch gegangen. Ein kurzes Stück sind wir dann auch getrabt. Naja, ich bin gelaufen und sie ist getrabt. 10 m hab ich geschafft, dann ist mir die Luft ausgegangen. Santana ist ein bisschen ausgeflippt. ("Was, die darf rennen? Ich will auch!!") Und Cora (die ruhige Hafi-Stute) dachte sich wahrscheinlich: "So ein Kindergarten!" :D

Das mit den Pfützen war dann wieder sehr lustig. Santana und Corinna liefen vor uns auf dem Weg und Campa hat natürlich gesehen, dass Santana nicht in die Matschpfützen tritt. Die Hufe könnten ja dreckig werden. Und was macht mein ungezogenes Pferdi? Obwohl sie kein Problem mit Pfützen hat, drückt sie mich nach links vom Weg Richtung Wald damit sie an der Pfütze vorbeikommt. Ist ja nicht so, dass rechts neben der Pfütze ein ganzer Meter Platz war, aber nein... Gut dass ich wasserdichte Schuhe und viiiieeeellll Geduld hab.
Auch die beiden Jagdhunde die uns dann im Dorf begrüßt haben, haben sie nicht wirklich interessiert. Einmal kurz angeschaut und dann mit erhobenem Haupt weiter, wie eine echte Prinzessin. Naja, und immer wieder gefressen :D
Richtig stolz sind wir dann alle im Stall angekommen. Dann gabs essen. Für Menschen und Pferde. 

Unsere Weihnachtsfeier war toll. Selbstgemachter (alkoholfreier) Punsch. Und dann haben wir gegessen. Tut man an Weihnachten eigentlich was anderes außer essen?
So genug von Weihnachten. Nur noch dieses Bild.






Nächstes Thema...

Wisst ihr was die schönsten Momente im Leben einer Pferdemami sind? Wenn man richtig stolz sein kann. Und das bin ich gerade. Seit August, hast sich meine Maus so gut entwickelt. Aus diesem eher menschenscheuen, ängstlichen, ein wenig aggressiven und vor Allem unruhigen Pferd, ist eine mega verschmuste, superliebe, stolze, ruhigere (aber immer noch schnell und manchmal ungeduldige :D) und allen voran wunderschöne junge Stute geworden. Wir beide wachsen langsam richtig gut zusammen. Das hab ich am Freitag nach dem longieren richtig gemerkt. Sie wollte alles richtig machen und am Schluss als ich dann den Sattel abgenommen habe und mich umdrehen wollte um die Decke zu holen und die Trense abzumachen, ist sie einfach vor mir, ungefähr 1,5 m entfernt, zuerst auf die Knie gefallen und hat sich dann gewälzt. Ich war so stolz. Auf alles. Für mich ist das ein Zeichen, dass sie so akzeptiert wie ich bin. 
Versteht mich nicht falsch, ich weiß, dass uns beiden noch eine menge Arbeit bevorsteht, oh ja, das weiß ich, aber ich denke, dass wir auf jeden Fall auf dem Richtigen Weg sind. 



Apropos auf dem richtigen Weg. Hier hab ich noch ein Bild für euch. Unser erster Selfie-Versuch. Bisschen in die Hose gegangen, aber zu meiner Verteidigung, meine Innenkamera geht nicht, also muss ich die äußere benutzen. Ich weiß also nicht was ich fotografiere.

Ich wünsch euch allen Frohe Weihnachten! Wir hören uns bald wieder. Und vergesst nicht die Geschenke für eure allerliebsten! Ich meine natürlich eure Pferde, wen sonst?




Sonntag, 13. Dezember 2015

Sonntag, 13.12.2015

Halli Hallo!

Schon wieder eine Woche vorbeigegangen. Eine sehr anstrenge für mich. Schule und Pferd unter einen Hut zu bringen ist manchmal gar nicht so einfach, nicht wahr?
Was ist also so alles passiert?

Also die "Kleine" wurde vor ein paar Wochen gebissen. Sah richtig übel aus. Natürlich haben wir gleich den Tierarzt gerufen. Eine Woche lang gab's fast täglich Penicillin und Schmerzmittel. Das ganze war gar nicht so einfach. Tat natürlich alles weh und dadurch konnte man kein Pflaster rauf machen... Dann stand sie auch noch die ganze erste Woche in der Box. Ein Pferd das richtig Feuer unterm hintern hat und gerne läuft? Absolute Katastrophe... Nach einer Woche musste ich aber dann doch mal wieder anfangen was mit ihr zu machen, also nach Absprache mit dem TA kam sie wieder (mit Decke) auf die Koppel, wo sie erst mal eine viertel Stunde im Galopp hin und her gerannt ist. 
Und die Wunde ging natürlich immer wieder auf... Jedes Mal vor und nach dem longieren musste also desinfiziert werden. Das gab uns aber eine tolle Möglichkeit.




Kleine Zeitreise: Kurz nachdem ich Campa gekauft hatte, wollte ich mal ausprobieren, wie sie denn so Fliegenspray annimmt. Buckeln, Steigen, Stricke abreißen, Leute fast über den Haufen rennen...also gut, oder? Ne, natürlich nicht. Wie soll ich sie denn daran bitte gewöhnen?
Die Mutter einer Freundin meinte, mich immer wieder neben sie hinstellen mit der Flasche und so tun als würde ich Sprühen und dabei Geräusche machen wie eine Sprühflasche. Ich dachte mir so... okay??? Und das soll klappen?

Ja, definitiv! Desinfiziert hab ich die Wunde mit Blauspray. Am Anfang kam natürlich die zu erwartende Reaktion: Hintern weggedreht, ausgeschlagen und total panisch. Da hab ich mich dann an diesen Tipp zurückerinnert. Und siehe da! Heute können wir Blauspray fast ohne Zickereien benutzen. Naja am Anfang dreht sie den Hintern schon noch weg, aber sobald sie merkt "Oh, das tut ja gar nicht weh!" Steht sie da und schaut mich nur neugierig an (naja, manchmal schaut sie auch so als würde sie sagen "Also, ihr Menschen seit schon komisch!").

Mittlerweile können wir sogar mit etwas Vorbereitung Mähnensprax benutzen. Ich bin so stolz auf mein Pferdi!

Leider ist das Schmutzpferd seit ca. 2 Wochen rossig... Wisst ihr wie nervig das ist? Hm... Ja Besitzer von Stuten sollten das wissen. Wir sind also beim Longieren in der Halle und sie tänzelt um mich rum.
"Haha, du kannst den Sattelgurt nicht festziehen! Ich lauf jetzt einfach um dich rum"
... Sattelgurt ist endlich "fest". Rechte Hand longieren klappt super. Naja, die Schritt-Trab-Übergänge klappen noch nicht so.
"Ih.... Aber Schritt gehen ist doch so langweilig!"
Und dann kam der Hand wechsel. 
"Muss ich jetzt gehen?" Ich:"*Kussgeräusch* Galopp!...Galopp! Boa... Galopp hab ich gesagt!"
"Haha, warum muss ich denn tun was du sagst? Nenene, ich tu nur das was ich will und deshalb bleib ich jetzt stehen!"
So ging das eine viertel Stunde lang... nichts hat geholfen... Irgendwann wurde es mir dann auch zu blöd, also ging' dann bald wieder nach draußen.

Naja, als Andenken dieses Tages hab ich noch nen fetten blauen Fleck am Fuß, da Mrs. Pferd mit ja mit der Hufkante auf den Schuh treten musste und abgerutscht ist... AU!!!!!


Heute Vormittag war ich dann noch mit einer Freundin von mir draußen. Und dann haben wir Campa mal richtig gejagt. Michi hat mir währenddessen viele Tipps gegeben. Und obwohl Pferdi  wieder so rumgezickt hat, haben wir das ganze dann doch unter Kontrolle gebracht. Vollgeschwitzt (und ich meine damit nicht nur das Pferd...) sind wir dann nach 45? 60? (wir haben nicht auf die Uhr geschaut) aus der Halle gekommen. Dann gab's natürlich noch was zum Essen für uns Beide. 

Und jetzt? Jetzt lieg ich fix und alle im Bett (Ich war immerhin von halb 10 bis halb 2 im Stall), schaue Doctor Who und schreibe den heutigen Eintrag. Und das obwohl ich morgen Mathe schreib...

Naja, ich sollte jetzt wirklich mal schlafen gehen.. Ich wünsch euch eine wunderschöne nächste Woche. Wenn noch was passiert: Ihr erfahrt es auf meiner Faceboook-Seite!
Bis dann!

Samstag, 5. Dezember 2015

Unsere Geschichte Teil 2


Hallöle!

Da bin ich wieder. Also, wie letztes Mal schon gesagt ging das ganze echt gut. Es war ein wunderbares Gefühl in den Stall zu kommen und von seinem eigenen Pferdchen mit nem Schnauberer oder Wiehern begrüßt zu werden. Meine Schwester kam irgendwann auch dazu (nachdem sie es  erst mal gar nicht verstanden hatte dass ich das Pferd putze und sage es ist meines :D)

So langsam dachten wir uns also, einen Sattel zu kaufen, einfach schon aus dem Grund heraus, dass Campa Rückenmuskulatur aufbaut. 
Nach einem Monat haben wir es dann versucht uns draufzusetzen, Sattel anpassen und so. Bei meiner Schwester und an der Longe hat alles noch sehr gut geklappt. Dann hab ich mich in den Sattel geschwungen. 
Anfangs war alles noch ganz in Ordnung. Aber dann als ich sie angaloppiert habe,war irgendwas seltsam. Entweder hat sie sich vor etwas erschrocken oder ich habe was falsch gemacht. Sie ist durchgegangen und zwar richtig. Ich hab mich dann wohl dummerweise auch noch nach vorne gelehnt und das war's dann. Sie wollte wohl ohne mich in die Kurve und ich habe gelernt, dass fliegen ohne Flugzeug oder ähnlichem nicht ganz so toll ist. Vor allem wenn man sich unter dem Elektrozaun wiederfindet. 

Ich krieg keine Luft mehr, und kann mich kaum bewegen, Rettungsdienst wird angerufen. Nachdem sie dann erst mal am anderen Ende vom Dorf standen (ist ja nicht groß, man konnte die Sirene hören) kamen sie auf unseren Reitplatz geschossen. Sie mussten einmal komplett drüber weil ich natürlich am anderen Ende, gegenüber des Eingangs lag. 
Schnell war klar, dass ich mich nicht bewegen durfte (und es ja auch nicht konnte...) und bekam eine Halskrause dran (die Dinger sind nicht bequem!!! Sollns aber auch nicht sein ...). Die arme Besatzung musste dann meine dauernden Fragen benatworten "Wie gehts dem Pferd? Alles in Ordung?" Und natürlich hab ich ihm innerhalb von 20 Minuten die Geschichte des Unfalls bestimmt 100 Mal erzählt. 

Nachdem der Notarzt beschlossen hatte, er will mich nicht bis nach Regensburg ins Uniklinikum fahren weils doch n bissel übel aussah (und wrsl. weil er mich loshaben wollte :D bin dem armen Kerl richtig auf die Nerven gegangen), kam dann eben der Christoph 80 (also der Helikopter aus Weiden i. d. Opf.). Verpackt und mit Schmerzmittel zugedröhnt sind wir also nach Regensburg geflogen. (Dauert nur 8 Minuten, hab den Notarzt gefragt, mitm Auto dauert es 35 Minuten...)

Im Krankenhaus angekommen, war dann relativ schnell geklärt was los ist: Ein Bruch in der Wirbelsäule. Gottseidank hatte ich meinen Helm auf...
Was darauf folgte war nicht sehr toll... 
2 Wochen stationär im Krankenhaus... Oh man. Nie wieder! Also wenns nicht unbedingt sein muss.

Ich war einfach so froh dass ich wieder rauskonnte. Auch wenn mir klar war dass ich eigentlich bis Februar keinen Sport machen darf und noch genügend Schmerzmittel nahm um ein Pferd umzuhauen, war ich einfach froh. 
Die erste Aktion nach meiner Entlassung war aber nicht heimfahren. Ab in den Stall (meine Mutter ist natürlich gefahren). Da hab ich mich dann auf Krücken zur Koppel hochgeschleppt und mein Pferdi war dann erst mal erstaunt, dann hat sie sich gefreut und dann war sie sehr neugierig was das für komische gelbe Dinger sind die ich da in der Hand halte.

1. Das ist NICHT meine echte Haarfarbe... Naja, im Krankenhaus kann man
sich die Haare ja leider nicht färben...
2. Ja es war noch sehr warm, aber ja mir war ar...kalt. (Alle anderen liefen in
Tshirt und kurzer Hose rum

Naja, seitdem müssen wir eben alles ein bisschen langsamer angehen lassen. Kuscheln ging auf jeden Fall noch. Nur nicht so wie vorher. Auf ihrer Koppel gibt's nen alten Brunnen, der aber mit einem schweren Stein abgedeckt ist (es kann also nichts passieren). Da hab ich mich dann einfach hingelegt und mich gesonnt, während mein Pferdi auf mich aufgepasst hat.
Irgendwann lag ich dann einfach mal da und hab mich nicht bewegt, die Sonne war einfach so herrlich... Dann kommt die Kleine ganz neugierig auf mich zu und schnuppert und stößt mich an so um zu fragen "Geht's dir gut?" Dafür gabs dann ne weitere Kuscheleinheit und ein Leckerlie. 

Mittlerweile ist es also Dezember. Reiten darf ich sie noch nicht, ab nächster Woche geht' dann mal wieder los, dass sich jemand in den Sattel schwingt. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht schon geritten wäre. Nene, durfte mich auf den lieben, braven Hafi in unserem Stall setzen und im Westernsattel halt ich das ganze schon 20 Minuten aus. Sogar traben geht schon ein kleines Stück. Aber nur auf dem Platz.
Longieren kann ich Campa schon wieder alleine, nur das Stallausmisten klappt noch nicht so... 

Das war also unsere Geschichte. Liebe auf den ersten Blick :D In Zukunft möchte ich euch mehr über unseren Alltag erzählen, da ich allerdings noch Schülerin bin, werde ich das ganze Wohl auf einmal die Woche beschränken. Also ich finde ja Sonntagabend eine gute Zeit. Da bin ich eh meistens Zuhause vor meinem Laptop und schaue Doctor Who oder Once Upon A Time. 

Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!!

Hast du da ein Leckerlie?????


Unsere Geschichte Teil 1


Hallo ihr Lieben!

Ich heiße Tanja und bin 18 Jahre alt. Ich komme aus der wunderschönen Domstadt Regensburg. Diesen Sommer habe ich mir mein erstes eigenes Pferd gekauft: Campari. Eine 5 Jahre alte, Englische Vollblutstute. 

Eigentlich war das ganze ja gar nicht geplant. Also reisen wir mal zurück zum Anfang August.

Ab und an fahre ich in ein kleines Kaff in einen winzigen Stall. Ich kenne den Stallbesitzer schon seit Jahren und da ja Sommerferien sind kann ich jetzt auch mal unter der Woche fahren.
Angekommen unterhalten wir uns uns lachen, da erzählt er mir, die süße Fuchsstute die auf der oberen Koppel steht soll schnellstmöglich verkauft werden muss und wenn sich kein Käufer findet, dann kommt sie zum Schlachter. 
Kurzerhand hab ich die Kleine (naja, sie is nur nen Centimeter kleiner als ich) mal von der Koppel geholt und sie geputzt. Sie war n bisschen scheu und n bissel Mager. Fast keine Muskeln und ihre Hufe waren in kathastrophalem Zustand, trotzdem war sie richtig lieb und aufgeweckt. Da kam ich ins grübeln. Hab gefragt wie viel sie kostet. 450 Euro. Nicht viel, ein späteres Gespräch mit dem Besitzer ergab dann dass er eigentlich 1.000 € haben will, auch nicht viel, naja für ne Schülerin schon. 
Also komm ich Heim und erzähl das ganze meinen Eltern. Ich habe beschlossen sie zu kaufen. Kein Pferd hat das verdient, aber allen voran nicht so ein junges aufgewecktes. Also beschlossene Sache hab ich am nächsten Tag mit dem Besitzer telefoniert. Ich dachte mir, versuch mal noch was auszuhandeln. Die wollten sie so dringen loshaben, dass ich sie sogar für 500 € bekam. Also ausgemacht war dann, Samstag den 8. August treffen wir uns und handeln alles aus.

Samstag 8. August

Die lange Nachtschicht ist endlich vorbei. Ich bin ehrenamtliche Sanitäterin und hab die ganze Nacht auf einem Festival verbracht. Fix und fertig steige ich also noch in Arbeitskleidung in mein Auto fahre Heim und hole meine Mutter ab (ich wusste dass ich es wahrscheinlich noch in den Stall schaffen würde, aber nach Hause wollte ich es dann doch nicht riskieren). Um halb 11 waren wir dann im Stall ( ja die Schicht dauerte bis 8 und um halb 10 war ich dann daheim... brauchte aber noch frühstück) und wartete. Die Besitzer kamen.
Campari, kam ursprünglich aus Ungarn. Sie ist schon Rennen gelaufen. Was heißt das? Anscheinend keine tolle Vergangenheit, würde zumindest erklären warum sie Menschen gegenüber eher skeptisch war, wenn sie sie nicht kannte. Kam dann ungefähr vor einem Jahr nach Deutschland zu einem Jungen in der Nähe, der mit einem Jungpferd nichts anfangen konnte. Da haben die beiden sie gekauft. Und jetzt also ich. Also nach einem kurzen Gespräch wurde der Kaufvertrag unterschrieben und ich bekam den Equidenpass. Alles war im Kasten. Die Maus gehörte jetzt mir. An feiern war allerdings nicht zu denken, denn ich war hundemüde und meine nächste Schicht begann ja schon um viertel Nach drei (was ich dann übrigens verschlafen habe und von meiner Chefin geweckt wurde, die mit einer Kollegin schon in der Fahrzeughalle wartete :D)


Das erste Bild nach dem Kauf

Ein paar Tage nach dem Kauf



Ab jetzt hieß es sie langsam davon zu überzeugen, dass ich ihr nichts tu, was mir schnell gelang, mit dem vielen leckeren Zusatzfutter dass sie bekam. Etwas für die Hufe, fürs Fell und den Stoffwechsel und gaaaaaaannnnnnzzzzz viele Karotten und Äpfel. Und natürlich Leckerlies. 
Nach ein paar Tagen wollten wir spazieren gehen, aber dann hab ich sie lieber mal auf unseren Platz gebracht und dort angekommen, hat sie mir erst mal den Strick aus der Hand gerissen und ist über den Platz gallopiert. Irgendwann (nachdem sie sich dann auch mal unfreiwillig hingelegt hat) ging ihr die Kondition aus (also nach ca. 5 Minuten) . Ich konnte sie wieder holen. Total nassgeschwitzt (sie vor Anstrengung, ich aus Angst dass sie sich war bricht) gingen wir zurück in den Stall, es gab essen und dann war Ruhe.

Also gings am nächsten Tag zu Krämer, einen Longiergurt und eine Longe kaufen, sowie noch mehr diverses Zeugs dass wir brauchten, denn ich hatte nur ein Halfter und einmal Zaumzeug mitbekommen, mehr hatte die Kleine nicht. Von da an hatte ich mir das Ziel gesetzt sie täglich zu longieren (hieß also jeden Tag entweder seeeeeehr früh aufstehen oder erst Abends arbeiten). Hat auch super geklappt. Bis zum Unfall.

Was da genau passiert ist und wies weitergegangen ist, könnt ihr im 2. Teil lesen :D
Vielen Dank jedenfalls dass ihr das lest :D